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Bahnhofsfenster leuchtet wieder

veröffentlicht am Dienstag, 24. August 2021 von zip

fotos: Stadmarketing GE/GK

71 Jahre altes Mosaikfenster jetzt mit LED-Beleuchtung

Altstadt. Über dreißig Jahre lang begrüßte und verabschiedete es die Zugreisenden in Gelsenkirchen. Mit dem Abriss des alten Gelsenkirchener Bahnhofs 1982 stand es dann vor dem vorläufigen Aus, bevor es 1985 unweit das alten Standortes an prominenter Stelle vor der Fassade des früheren Boecker-Kaufhauses wieder eine neue Heimat fand: das Bahnhofsfenster über dem Eingangsportal des ehemaligen Hauptbahnhofs.

Nachdem im Laufe der Jahre der ein oder andere Defekt für kurzzeitige Ausfälle der Beleuchtung gesorgt hatte, blieb es seit etwa zwei Jahren in den Abendstun-den komplett dunkel. Die Stadtmarketing Gesellschaft Gelsenkirchen mbH (SMG) hat nun die notwendigen Reparaturen durchführen lassen, damit es auch wieder nachts erstrahlt.

„Das ist nur der erste Schritt. Die Fassung des Fensters, das Glas selbst und der Rahmen müssen auch saniert werden. Da das Fenster aber unter Denkmalschutz steht, werden wir in den kommenden Wochen mit der zuständigen Unteren Denkmalbehörde über das weitere Vorgehen sprechen“, so SMG-Geschäftsführer Markus Schwardtmann. Darüber hinaus wird überlegt, den nach Auszug der im Erdgeschoss angesiedelten Bäckerei und Abnahme des Firmenlogos wieder sichtbaren Boecker-Schriftzug durch ein „Willkommen in Gelsenkirchen-Schild“ an dieser prominenten Eingangssituation zu überdecken.

Die Instandsetzung der Beleuchtung hat das Gelsenkirchener Unternehmen M.A.C. Veranstaltungstechnik durchgeführt und dabei unter anderem über 60 stromsparende LED-Wannenleuchten eingebaut. Während der Sommerzeit ist das Fenster von 21 Uhr abends bis sechs Uhr morgens beleuchtet. Das ehemalige Bahnhofsfenster wurde in den Jahren  1949/1950 von der Fa. Donat & Sohn aus Gelsenkirchen-Buer gebaut. Der Entwurf stammt von Prof. Franz Marten aus der Künstlersiedlung Halfmannshof. Es ist 8x8 Meter groß. Die Ausführung ist ein  bleiverglastes Mosaikfenster. Das Motiv zeigt die fünf Säulen des Gelsenkirchener Wirtschaftslebens  Chemie, Glas, Kohle, Stahl und Eisen, Bekleidung dargestellt durch fünf typische Vertreter der einzelnen Berufssparten: Chemikerin, Glasbläser, Bergmann, Stahlkocher und Schneiderin.