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Über den Dächern von Gelsenkirchen

veröffentlicht am Dienstag, 12. März 2019 von zip

foto: zipdesign

Herrmann-Bedachungen beliefert den Ruhrpott

Sutum. Der Dachdecker sorgt mit seiner Arbeit für wind- und wetterfeste Gebäude. Doch auch der Bereich der Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik zählt zum Aufgabengebiet des Dachdeckers. Das traditionelle Dachdecker-Handwerk, es hat sich im Laufe der Zeit reichlich verändert.

Hat man früher in den 60ern und 70ern noch für ein Dach 12 Facharbeiter und 12 Tage gebraucht, so geht das heutzutage doppelt so schnell mit 4 guten Facharbeitern. Und in der Technik? Auch hier geht es mit der Entwicklung immer weiter und längst werden heutzutage neue Techniken eingesetzt, wie z.B. Drohnen um eventuelle Schäden nach einem Sturm festzustellen. „Das müssen wir im Auge haben, das gehen wir auch so an,ˮ sagt Julian Herrmann. Doch heutzutage stehen auch die Standards und vor allem die energetischen Machbarkeit im Vordergrund. „Früher wurde halt alles ordentlich gedämmt, heute ist alles berechnet um den Auflagen und den technischen Anforderungen gerecht zu werden.ˮ  Julian ist jetzt Geschäftsführer der Herrmann-Bedachungen GmbH mit Sitz in Sutum, hat seinen Meisterbrief gemacht und die Firma von seinem Vater, Silvio Herrmann, übernommen. Silvio hat sich in die zweite Reihe gestellt und bleibt weiterhin als Betriebsleiter dabei. Beide sind bereits seit Jahren ein eingespieltes Team. „Wir lernen beide voneinander,ˮ sagt Julian mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. Sicher kann der alte Hase dem Meister noch jede Menge Kniffe und Tricks beibringen.  Im Ruhrpott sind sie gemeinsam unterwegs, decken Dächer, reparieren und errichten Fassaden. Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern zu errichten gehört heutzutage ebenso zum Handwerk wie die Erneuerung von durchnässten oder schon verfaulten Dach-Balken. Silvio Herrmann, der bereits mehr als 20 Jahre Erfahrung hat und 1996 den Betrieb von seinem ehemaligen Chef Georg Grundmann übernommen hat, machte seinerzeit seinen Meisterbrief noch nach Feierabend, auf der Abendschule. Das Julian einmal den Betrieb übernehmen soll  stand schon lange fest. Und er lebt das, was er macht. „Du musst schon Qualität beim Kunden liefern. Und du musst ordentlich und authentisch wirken, das kennen unsere Stammkunden auch nicht anders,ˮ sagt Silvio Herrmann. Mit einem vertrauensvollen Blick in Richtung des jungen Meisters, der auch ein wenig Stolz darin verrät. Julian nickt zustimmend, man merkt, dass sich die beiden blind verstehen. Geht ja auch nicht anders, denn da oben muss man sich 100 % aufeinander verlassen können, über den Dächern von Gelsenkirchen...