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Die KAUE muss bleiben

veröffentlicht am Freitag, 28. Mai 2021 von zip

foto: carl feick

Gelsenkirchen braucht Live-Konzerte im Bereich Rock und Pop-Rock

Schalke. Gelsen ohne KAUE? Kaum vorstellbar. Schon jetzt ist bei vielen GelsenkirchenerInnen die KAUE ein Kultort. Sind doch viele von ihnen in der Jugend freitags und samstags nach den Konzerten noch immer rüber ins Lokal zu Moni und Jürgen in die Disco zum abtanzen. Tolle Location, geile Konzerte, wie zum Beispiel die INDIEgo-Reihe von Stefan Streuter oder die legendären Pott-Power-Konzerte der IKM. Immer geiler Sound und man traf sich dort, auch schon zur Zeit als die KAUE noch ein Soziokulturelles Zentrum war. Bands wie die Mighty Sleepwalkers oder RKL spielten dort.  Alwin Lee oder TM Stevens rockten die Bühne. Hier feierten damals Comedy-Größen wie Michel Mittermeier, Ingo Appelt, Thresenlesen oder auch Herbert Knebels Affentheater ihre Karrierestarts. Noch heute, wäre nicht Covid unterwegs, geben sich die Comedygrößen der Nation hier die Klinke in die Hand. 

Als die Meldung durch die Stadt eilte, dass die KAUE schließen soll, viel vielen von uns der Kitt aus der Brille, wie man so schön sagt. Jetzt, nach der letzten Ausschusssitzung wurde es bekannt, ist der weitere Betrieb der Kult-Kulturstätte erstmal sicher.gestellt. „Es geht uns dabei nicht um die Rücknahme einer Kündigung, sondern um die Möglichkeit, mit einem neuen Vertrag die Rahmenbedingungen für eine ausgewogene Kulturszene neu zu gestalten“, sagte Oberbürgermeisterin Karin Welge. Vielleicht können wir der Neukonzeption etwas abgewinnen. Denn so, wie die KAUE derzeit genutzt wird (die Zeit in der Pandemie mal ausgenommen), stehen die Räumlichkeiten sehr oft ungenutzt da. Früher gab es noch die IKM, die mal dort Veranstaltungen machte. 

Man könnte auch ein Konzept mit regelmäßigen Ausstellungen gestalten, weiterhin Schülerbands mal einen Auftritt gönnen oder auch Kunstexperimente dort kreieren. Workshops wie seinerzeit die Sons of Gastarbeita sie machten, mit Rap und Reime. Möglichkeiten sollten da sein, um zu sehen was geht, kann man das ja auch bei den Interessierten in den Schulen mal herausfinden oder z.B. durch eine Konzeptfindungsveranstaltung in der KAUE abklopfen. Ideen gibt es bestimmt genug, hier könnte das Kulturamt durchaus federführend sein. Zudem möchte niemand die Veranstaltungen der emschertainment dort vermissen. Großartige Konzerte mit den Tributbands wie den QUEENKINGS,  dIRE sTRATS, Still Collins und MERCY STREET. der Peter Gabriel-Tributband.  sind für eine Stadt wie Gelsenkirchen unverzichtbar. Die Strahlkraft geht bis weit über die Stadtgrenzen hinaus. Nicht nur aus ganz NRW, es kamen schon Zuschauer aus Holland, Belgien und Frankreich zu den Konzerten. Sind wir erst mal froh darüber, dass es weitergeht, und hoffentlich bald, man bekommt richtig Lust auf Rock´n´Roll, wenn man nur an die vergangene, schöne zeit denkt, in der das Wort "Aerosole" noch keiner so richtig auf dem Schirm hatte.          

              -zip-