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Haushaltsservice soll der Pandemie trotzen

veröffentlicht am Dienstag, 22. Juni 2021 von zip

Grubi´s Galleria weiterhin geschlossen - Aufgeben ist keine Option

Erle. Der Lockdown dauert, in Gelsenkirchen haben bereits einige Geschäfte geschlossen. Auch Grubi´s Galleria ist seit Weihnachten zu. Es besteht zwar Hoffnung, aber keiner kann sagen, wann es weitergeht. Die Zahlen sinken zwar, ein Ende der Pandemie weit entfernt. Michael Ziebarth hat vor gut eineinhalb Jahren Grubi´s Galleria in Erle gestartet. Auf Veranstaltungen wurde Promotion gemacht und ein Ruhrpott-Stand lud die Kundschaft ein, um in Erle einzukaufen und T-Shirts mit lokalem Bezug und verschiedensten Bergbau-Motiven zu produzieren und verkaufen. Es folgte ein Werkvertrag mit einem großen Label und mittlerweile auch ein Online-Shop, der im Zuge der Digitalisierungsmaßnahmen erstellt wurde. Er war froh darüber, dass es nach dem 2. Lockdown in Richtung Weihnachtsgeschäft wieder losgehen konnte. Man nahm wieder mal Geld in die Hand, investierte in Weihnachtsware und machte den Verordnungen gemäß das Geschäft hygienesicher. Doch dann kam der Schock: kurz vor Weihnachten kam der nächste Lockdown und mit dem Weihnachtsgeschäft wurde es nichts. Der Werkvertrag musste ruhen, auch hier schlug der Virus voll zu. End-Abnehmer der Produkte sind Geschäfte für Tourismus und Merchandiser die alle nicht öffnen durften. „Völlig klar, dass man seitens der Regierung Maßnahmen ergreifen musste, um das Wohl aller zu schützen.” so Ziebarth im Rückblick. „Völlig unverständlich aber ist die Tatsache, dass große "Systemrelevante" Discounter öffnen durften und T-Shirts und Textilien, Geschenkartikel aller Art und Weihnachtsartikel, die auch wir im Programm hatten, verkaufen durften. Hier drängelten sich die Kunden in Zweierreihen durch die Gänge währenddessen unser und auch die vieler Gleichaufgestellten Geschäfte zu bleiben mussten. Hier hätten maximal 2-3 Personen im Geschäft einkaufen dürfen, von Ansteckungsgefahr mindestens 2m Abstand entfernt.” Das macht den ehemaligen Bergmann immer noch stinksauer. „Viele der kleinen Unternehmen mussten aufgeben, weil für sie keine Corona-Hilfe in Frage kam, sie vielen durch bürokratische Raster.” 

Je länger dieser Lockdown und die Pandemie noch andauern, desto schwieriger wird es auch für diejenigen, die bis heute weiter kämpfen müssen. Michael Ziebarth ist gelernter Handwerker und Tortechniker. Mit einigen Anzeigen und Flyern wirbt er nun als Dienstleister für Haushaltsservice. Hier bietet er Reparaturen rund um Haus, Hof und Garten an. Selbstverständlich unter der Berücksichtigung der geltenden Hygieneauflagen. Bisher laufen die Aufträge noch nicht ganz so gut, aber es wird mit dem beginnenden Frühling besser. Hier mal eine Schrankreparatur, weil die Scharniere kaputt gegangen sind. Reparatur am Abfluss ist kein Problem für den Malocher, Tür- und Tortechnik ist sowieso sein Bereich, hier war Ziebarth gut 20 Jahre lang als Monteur im Montage- und Reparaturbereich in ganz Deutschland unterwegs. Zudem bietet Zazi-Haushaltsservice Renovierungsarbeiten an. „Wir müssen ja irgendwas machen,” so Ziebarth, „von nix kommt bekanntlich nix. Und Aufgeben ist für uns keine Option!”         -stef-