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Gelsenkirchen macht sich langsam locker

veröffentlicht am Montag, 18. Mai 2020 von zip

foto: zipdesign

Aber: Pandemie ist noch nicht überstanden • Vorsicht !

Gelsenkirchen. Es ist herrlich, endlich mal wieder raus, durch die City schlendern, shoppen und sporten. Alles mit Abstand, mit Maske und bei Einhaltung der Vorschriften. Aber Achtung, es ist noch nicht vorbei! 

In der Gelsenkirchener Innenstadt war wohl wieder Betrieb, darüber freuten sich vor allem die Einzelhändler, die jetzt endlich wieder Umsätze machen. Gleiches in Buer, Horst und Erle. Ja, die Situation ist verzwickt, was läuft richtig und was nicht so wirklich richtig. Treffen Politiker aus Bund, Land und Kommune die richtigen Entscheidungen? Oberbürgermeister Frank Baranowski und sein Krisenstab gaben im Hans-Sachs-Haus am Dienstag die erste Pressekonferenz nach dem Shutdown vom 16. März. „So etwas gab es ja noch nie und es ging oftmals über das gewöhnliche Maß hinaus.” sprach der Oberbürgermeister und meinte damit, daß die Verwaltung fast täglich mit Neuerungen zu kämpfen hatte.  „Ein Drehbuch "Pandemie" hatten wir nicht in der Schublade. Es musste viel organisiert und gemacht werden, es war nicht immer ganz einfach. Wir schauten uns alle die Pressekonferenzen an und haben darauf reagiert. Dabei galt bei uns: Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit. Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen standen fortan im Mittelpunkt. Es fällt einem sicher nicht leicht, den Bürgerinnen und Bürgern zu sagen: Bleibt zuhause. An dieser Stelle sage ich: Danke an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich daran gehalten haben.”  

Sicher ist, dass man in diesen Tagen weder Politiker, Minister und auch Stadtoberhaupt sein möchte. Alle Entscheidungen können einem im Nachhinein um die Ohren fliegen. Wird ja teilweise auch schon gemacht, wenn parteipolitische Äusserungen in Richtung der Akteure gefeuert werden. Leute, haltet zusammen. Wir können dem Krisenstab um Bundeskanzlerin Angela Merkel nur dankbar sein, dass Sie durch ihr Handeln schlimmeres verhindert haben. Sie haben uns, auch wenn es manchmal nicht sofort verständlich war, vor Bildern, wie wir sie aus Italien, Amerika und vielen anderen Städten bewahrt. Wir möchten nicht erleben, wie Verstorbene auf der Cranger Straße oder wo auch immer, liegen und nicht abtransportiert werden können. Wir möchten auch nicht, dass unsere Kinder so etwas sehen. Deshalb kann man auch an der Stelle einmal Danke sagen. Danke sagen auch an unsere Verwaltung, die wieder einmal, nach der großen Flüchtlingswelle, bewiesen hat, dass man mit Besonnenheit und Weitsicht eine solche Krise bewältigen kann. Doch Vorsicht, wir müssen alle besonnen bleiben und uns das, was wir uns mühsam erarbeitet haben, nicht durch Unachtsamkeit und zu lockerem Handeln wieder kaputt machen. Stadtdirektorin und Kämmerin Karin Welge appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger: „Bitte, haltet Euch noch zurück.” Das gilt auch für das bevorstehende Wochenende, das Derby-Wochenende. Hier wird es sicher nicht einfach, und es besteht die Gefahr, die Hygiene- und Schutzmaßnahmen leichtfertig zu vergessen. Man darf diesem Virus nicht die Chance geben, sich weiter auszubreiten. Es gibt auch viele geteilte Meinungen über den Wiederanpfiff. Letztendlich sollte wir alle Bürgerinnen und Bürger uns darum bemühen, die Regeln solange durchzuhalten, bis es tatsächlich eine Entwarnung gibt. Und die kann nur heissen, alle sind geimpft und das Virus ist besiegt. Vorher geht es wohl eine zeitlang noch so weiter. Vermeiden wir einen 2. Shutdown.



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