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"Wir sind wieder für Sie da!"

veröffentlicht am Montag, 18. Mai 2020 von zip

foto: zipdesign

Einzelhändler und Unternehmen sind froh, dass es weiter geht

Gelsenkirchen. Keine gute Zeit, wenn alle Geschäfte zu sind. Es wirkt dann teilweise schon aufs Gemüt aus, wenn man rein  gar nichts tun kann. Doch seit letzter Woche dreht sich das Rad ja wieder. Viele atmen auf. Einzelhändler und Kleinunternehmer können wieder arbeiten, die Geschäfte öffnen und es wird wieder Umsatz gemacht. Viele konnten Hilfe in Anspruch nehmen, jedoch nicht alle.

Wer die Kriterien, die das Land NRW festgesetzt hatte, nicht erfüllen konnte, der ging leer aus. Die allermeisten aber konnten zumindest für eine Zeit die Kosten decken. Doch es wird noch ein steiniger Weg, bis alles mal wieder richtig rund läuft. Und das kann laut Experten bis zu drei Jahre dauern. Denn wer geht im Augenblick Geschenkartikel oder Dekoartikel kaufen, wenn diejenigen, die für den eigenen Haushalt für das Einkommen sorgen in Kurzarbeit sind? Und das sind zur Zeit Millionen von Arbeitnehmern. Das merken die Händler genau so, wie jemand der eine Eisdiele hat, einen Imbiss hat oder auch Bekleidungsgeschäfte. Hier wird es noch eine Zeit dauern, bis alles wieder rund läuft. Viele Händler werden an die Grenze stossen und es vielleicht nicht schaffen. Was passiert jetzt, wenn die Einnahmen nicht reichen und die Hilfe aufgebraucht ist? Es muss also nochmal über eine zweite Unterstützungswelle diskutiert werden. Wie Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier seinerzeit ankündigte: wir sind für eine zweite Welle der Unterstützung vorbereitet. Auch die Gastronomiebetriebe sind seit Montag wieder dabei. Allen voran die Biergärten. Alle hatten in den Tagen zuvor sehr viel zu tun, mussten sich die Vorschriften besorgen und sich, das Personal und den Betrieb auf die Wiedereröffnung vorbereiten. Die große Herausforderung kommt am Wochenende wenn in der Bundesliga wieder der Ball rollt. Wie man da die unbeherrschten Fussballfans bei einem Tor für den Lieblingsverein auseinander hält, dass ist fraglich. Bei der Pressekonferenz sah sich auch Stadtrat Dr. Christopher Schmitt der Frage gegenübergestellt. Was ist, wenn in diesem Augenblick der Ordnungsdienst eintritt, wie er dann wohl der Situation begegnet. „Mit Augenmaß,” reagierte er ganz spontan. Das sollte man sich eh jetzt überlegen. In unserer Gesellschaft sollte es möglich sein, dass tatsächlich jeder auf sich und seinen nächsten achtet. Hat doch bis hierher geklappt, warum nicht einfach auch solange, bis diese Krise überwunden ist.                   -zip-